<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KRANKENPFLEGE &#8211; SanaVenture</title>
	<atom:link href="https://www.sanaventure.de/tag/krankenpflege/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.sanaventure.de</link>
	<description>Verbesserung hört niemals auf.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 05 Dec 2022 13:33:19 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.3</generator>

<image>
	<url>https://www.sanaventure.de/wp-content/uploads/2025/09/cropped-favicon-32x32.png</url>
	<title>KRANKENPFLEGE &#8211; SanaVenture</title>
	<link>https://www.sanaventure.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">248371739</site>	<item>
		<title>DIE WAHREN KRIEGER DER PFLEGE!</title>
		<link>https://www.sanaventure.de/die-wahren-krieger-der-pflege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[david]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2022 13:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitarbeiterbindung]]></category>
		<category><![CDATA[ALTENHILFE]]></category>
		<category><![CDATA[ALTENPFLEGE]]></category>
		<category><![CDATA[HOFFNUNG]]></category>
		<category><![CDATA[KRANKENPFLEGE]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGE]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGE AGIL]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEMANAGEMENT]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEMANAGER]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEMENSCH]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEPOLITIK]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEREVOLUTION]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://thieleberatung.com/?p=1491</guid>

					<description><![CDATA[VON VINCENZA MARINO UND DAVID THIELE Der klare Blick hinter die Kulissen in der Pflege und des Pflegemanagement Einen Einblick in den Tag als Einrichtung und Pflegedienstleitung, aber auch Pflegemitarbeiter in einem Pflegeheim macht sprachlos und leider in erheblichen Maße machtlos. Wir (Leitungen) sind diejenigen, die den Mitarbeitern Vertrauen, Wertschätzung, Hoffnung und Empathie entgegenbringen müssen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">VON VINCENZA MARINO UND DAVID THIELE</h3>



<p><strong><u>Der klare Blick hinter die Kulissen in der Pflege und des Pflegemanagement</u></strong></p>



<p>Einen Einblick in den Tag als Einrichtung und Pflegedienstleitung, aber auch Pflegemitarbeiter in einem Pflegeheim macht sprachlos und leider in erheblichen Maße machtlos.</p>



<p>Wir (Leitungen) sind diejenigen, die den Mitarbeitern Vertrauen, Wertschätzung, Hoffnung und Empathie entgegenbringen müssen, wir sind Tröster, Psychologen, Psychiater, Manager, Retter, Durchsetzer, Zwinger, Bittsteller, Verteidiger, Informationsweitergeber …!</p>



<p><strong>Doch auch wir können nichts bewegen, wenn das Personal in der Pflege fehlt.</strong></p>



<p>Warum das Personal fehlt, liegt nicht ausschließlich daran, dass wir einen “Fachkräftemangel” haben, sondern daran das man es nicht schafft, den Pflegemenschen die gesellschaftliche Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen und sie gut zu behandeln.&nbsp;<em>(siehe auch meinen Blogbeitrag dazu:</em></p>



<figure class="wp-block-embed"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Genau diese fehlende gesellschaftliche Wertschätzung führt zu einer Abwanderung der Pflegemitarbeiter aus dem Beruf. Sie sorgt dafür, dass weniger und weniger junge Menschen sich für den Beruf entscheiden und damit nicht die in den nächsten Jahren in Rente gehenden Pflegemitarbeiter ersetzen können.</p>



<p><strong>Warum bügeln alle auf die Pflege ein?</strong></p>



<p>Fünf Akteure schlagen auf die Pflegemanager (Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung) und die Pflegemitarbeiter ein, die Pflegebedürftigen, die Angehörigen, die Gesellschaft, die Politik, die Geschäftsführung/Vorstand. Jeder fordert, jeder verlangt zu wenige verstehen, zu wenige sind bereit, zurückzustecken, zu selten reflektieren sich die Menschen selbst. Das Anspruchsdenken- und Verhalten hat so dermaßen überhandgenommen, dass ein normales Arbeiten kaum mehr möglich ist auf der einen Seite. Auf der anderen Seite haben die Gesellschaft und die einen und anderen Führungskräfte den Schuss nicht gehört. Der Markt hat sich schon längst von einem Nachfragemarkt zu einem Anbietermarkt gewandelt. Niemand muss mehr irgendetwas ertragen, erdulden oder mit sich machen lassen. Das Selbstbewusstsein der Mitarbeiter steigt und das ist gut so!</p>



<p><strong>Toyota-Prinzip in der Pflege</strong></p>



<p>So ein Tag an der Basis (direkt auf Station direkt am Pflegebett) zeigt, was tatsächlich gebraucht wird, was dringend notwendig ist, um eine Pflegekatastrophe noch abwenden zu können.</p>



<p>So ein Tag (Monat) an der Basis muss die sofortige Grundvoraussetzung für alle entscheidenden Akteure sein. Akteure sind alle Prozessbeteiligten (Politik, Ministerialbeamte, Geschäftsführer). Verstehen Sie uns nicht falsch, grundsätzlich gehören nur ausgebildete Menschen in die Entscheidungsgremien und davon so viele wie möglich auch einschlägig ausgebildet (Pflege, Sozialwirtschaft). Diese zwei bis vier Wochen sind zur Auffrischung regelmäßig notwendig (einmal im Jahr).</p>



<p>Dadurch würden mehr Entscheidungen nachhaltig und strategisch sinnvoll getroffen. Davon sind wir die Autoren fest überzeugt.</p>



<p><strong><u>Ein kleiner Einblick der wahren Krieger</u></strong></p>



<p>Ein Tag an der Basis, dort wo gepflegt, geweint, gelacht und gestorben wird, prägt, erleuchtet, macht wütend und demütig.</p>



<p>Die Krieger sind diejenigen, die jeden Tag aufstehen und ihr Bestes geben, die jeden Tag versuchen, das Unmögliche möglich zu machen. (Blogbeitrag von David Thiele die Möglichmacher, Link siehe unten)</p>



<p>Die all Ihre Kraft und Energie dafür geben, dass man den Tag in der Pflege irgendwie gewuppt bekommt. Doch zu welchem Preis geschieht dies?</p>



<p><strong>Auch der stärkste bricht irgend wann einmal zusammen</strong></p>



<p>Auch diese starken Menschen kommen irgendwann an Ihre Grenzen und Merken, egal wie viel Dienste ich schiebe, egal wie oft ich einspringe, es wird und wird sich nichts ändern. Die Frustration wird steigen und die einst motivierten Mitarbeiter werden die sein, die dem Gesundheitswesen den Rücken kehren. Weil man sie hat ausbrennen lassen, satt zu unterstützen.</p>



<p>Und damit meinen wir keine finanzielle Unterstützung für die Mitarbeiter. Denn dies ist nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein.</p>



<p>Es müssen sich die Rahmenbedingungen/ Arbeitsbedingungen endlich verändern, die Arbeitszeiten, die Work-Life-Balance oder auch Life-Balance muss beachtet werden. Der Personalschlüssel muss angepasst werden, und zwar realistisch angepasst werden. Das man keine Überlastungen der Mitarbeiter mehr hat. (Lesen Sie dazu den Blogbeitrag: Agenda)</p>



<p>Zudem brauchen diese Pflegemenschen die Wertschätzung, die sie auch verdienen, die sie in ihrem Tun bestätigt, unterstützt und respektiert.</p>



<p><strong>Menschenunwürdige Zustände in der Pflege</strong></p>



<p>Menschen, die diese menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen zulassen, sind genau diese Menschen, die noch NIE an einem Bett gestanden haben, die noch NIE einen einzigen Tag in der Pflege gearbeitet haben, um zu wissen, was genau diese starken Krieger Tag für Tag durchmachen, die Tag für Tag mehr leisten, als sie eigentlich können. Nur um das Gesundheitswesen nicht komplett kollabieren zu lassen.</p>



<p>Wie kann es sein, dass es in einem so wichtigen Beruf der Gesellschaft so schlechte Bedingungen gibt, die diese Menschen einfach aushalten müssen? Und ja verdammt, Pflege kostet Geld, viel Geld und die Gesellschaft wird sie zahlen! Pflege/Gesundheitsversorgung ist neben Bildung/Schule die wichtigste Säule unserer Gesellschaft. Dafür haben wir die Sozialgesetzbücher, die einmalig auf der Welt sind. Leider sind die meisten der Sozialversicherungen Pleite und nachhaltig geschädigt.</p>



<p>Aber zurück zu dem Alltag der Krieger gegen einen übermächtigen Feind.</p>



<p><strong><u>Weitere Erschwernisse im Alltag der Krieger</u></strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Testen, Quarantäne erleben ohne Kompensation des Gesetzgebers,</li>



<li>Dienstplan versuchen zu planen, ohne Mitarbeiter.</li>



<li>Dienste abzudecken, wo kaum noch einer da ist.</li>



<li>Maske tragen ohne Sinn und Verstand und vor allem ohne evidenzbasierte Begründung.</li>



<li>Krankausfälle kompensieren, die aus Erschöpfung, aber auch aus Protest entstehen …</li>



<li>Von Angehörigen mit dem Anwalt gedroht bekommen, wenn man z. B. Wohnbereiche zusammenlegen muss wegen Personalmangel.</li>



<li>Hoffen das Zeitarbeit kompensieren kann, obwohl man weiß, dass das Problem ohne Zeitarbeit wahrscheinlich gar nicht erst so erheblich da wäre.</li>



<li>Die Heimaufsicht informieren darüber, dass die Not (Pflegepersonalmangel) da ist, die Katastrophe auch dank sinnbefreiten Infektionsschutzgesetzregelungen nicht mehr abzuwenden ist. Helfen kann jedoch auch die Heimaufsicht nicht.</li>



<li>Vollkommen erschöpfte Kollegen unterstützen/ motivieren (Prinzip Hoffnung), von stärken kann keine Rede mehr sein.</li>
</ul>



<p><strong>Das „Prinzip Hoffnung“ als einziger Energiespender</strong></p>



<p>Durch all diese Hürden kämpfen sie sich durch, weil sie Hoffnung haben, Hoffnung das doch irgendwann sich was verändern wird. Das irgendwann die richtigen Weichen gestellt werden, dass die Gesellschaft die Verantwortung übernimmt, die auch Ihre Pflicht ist. Verantwortung für ihre eigenen pflegebedürftigen Angehörigen und die Menschen, die die Pflege durchführen.&nbsp;<em>(Hinweis: mit der Hoffnung&nbsp; und wofür sie auch missbraucht werden kann, setzen wir uns in einem gesonderten Blogbeitrag auseinander.)</em></p>



<p>Wieso schaffen wir es nicht, so einen eigentlich wundervollen und wichtigen Beruf, der so vielfältig ist, der einem so viel abverlangt, endlich angemessene Arbeitsbedingungen zu schaffen?</p>



<p>Die Pflege muss wach werden und aufstehen, sie muss laut werden, um gehört zu werden. Denn ohne die wahren Krieger wird es irgendwann keine Versorgung der Menschen mehr geben.</p>



<p><strong>Wir sind viele und nur gemeinsam kann man versuchen, dem Wahnsinn ein Ende zu setzen, in dem wir sagen STOP!</strong></p>



<p>Zu guter Letzt möchten wir noch auf einen weiteren Blogbeitrag hinweisen, der immer und immer wieder diskutiert und für wichtig erachtet wird:</p>



<p><a href="https://www.sanaventure.de/ihr-moeglichmacher-seit-der-grund/embed/#?secret=NrKim4IVkG#?secret=Nq5SY0thEL">https://www.sanaventure.de/ihr-moeglichmacher-seit-der-grund/embed/#?secret=NrKim4IVkG#?secret=Nq5SY0thEL</a></p>



<p>Seid ganz herzlich gegrüßt!</p>



<p>Vincenza und David</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1491</post-id>	</item>
		<item>
		<title>WIR WAREN JENE …!</title>
		<link>https://www.sanaventure.de/wir-waren-jene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[david]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2022 13:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitarbeiterbindung]]></category>
		<category><![CDATA[ALTENPFLEGE]]></category>
		<category><![CDATA[AMBULANTEN PFLEGE]]></category>
		<category><![CDATA[KRANKENPFLEGE]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGE]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEDENKFABRIK]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEHEIM]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEIMWANDEL]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEINNOT]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEKRÄFTE]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEMANAGEMENT]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEMANGEL]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGENOTSTAND]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEPOLITIK]]></category>
		<category><![CDATA[PFLEGEREFORM]]></category>
		<category><![CDATA[POOLLÖSUNG]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://thieleberatung.com/?p=1481</guid>

					<description><![CDATA[Wann haben wir aufgehört, Situationen und Dinge zu betrachten, zu analysieren und daraus aktive Handlungen abzuleiten? Wann haben wir begonnen, uns und unser Handeln mit allen seinen Konsequenzen nicht aus dem voraus zu betrachten, sondern in der rückwärtigen Perspektive? Bequemlichkeit und Angst sind unsere Motivatoren Wir haben es so verinnerlicht zu sagen, da kann man [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wann haben wir aufgehört, Situationen und Dinge zu betrachten, zu analysieren und daraus aktive Handlungen abzuleiten?</p>



<p>Wann haben wir begonnen, uns und unser Handeln mit allen seinen Konsequenzen nicht aus dem voraus zu betrachten, sondern in der rückwärtigen Perspektive?</p>



<p><strong>Bequemlichkeit und Angst sind unsere Motivatoren</strong></p>



<p>Wir haben es so verinnerlicht zu sagen, da kann man nichts machen, dass wir uns an die Bequemlichkeit dieser Lebenshaltung so gewöhnt haben, dass Veränderung als Angstfaktor betrachtet wird.</p>



<p>Betrachten wir die letzten Jahre, dann sehen wir, wie Pflege sich in einer Abwärtsspirale befindet. Schlechte Arbeitsbedingungen treffen auf immer weniger Menschen, die bereit sind, ihr eigenes Leben so zu minimieren, dass es auf die überaus schlechten Rahmenbedingungen der Pflege passen würde. Bedarf trifft auf neues Lebensgefühl. Hier kommt das Problem hervor. Entscheider in Politik und Gesellschaft sind bis heute nicht bereit, die Pflegerealität dem echten Bedarf anzupassen.</p>



<p><strong>500.000 Pflegekräfte bald zu wenig</strong></p>



<p>Wesentliche Arbeitsbedingungen wie zum Beispiel Arbeitszeiten, verbindliche Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, aber auch keine Überstunden, kein Einspringen und eine gute Besetzung (siehe Prof. Rothgang). Jetzt sind wir an einem Punkt angekommen, der uns allen bewusst macht, dass in Kürze ca. 500.000 Pflegekräfte fehlen werden. Dieser Mangel trifft auf ca. 1 Million mehr Pflegebedürftige, wie von der Wissenschaft und Politik kalkuliert. Die alles überrollende Welle baut sich auf und wird das Gesundheitssystem, wie wir es kennen, endgültig zum Einsturz bringen.</p>



<p><strong>Pflegekräfte sind systemrelevant</strong></p>



<p>Egal wie gepflegt müssen Menschen mit Hilfebedarf immer werden. Sie brauchen Hilfe und Unterstützung, ob mit oder ohne System, ob mit oder ohne Refinanzierung. Somit gehören Pflegekräfte nicht nur zur Systemrelevanz, sondern auch zur absoluten Zukunftsrelevanz.</p>



<p>Diese Erkenntnis veranlasste meine Kollegen und mich dazu, die.</p>



<p><strong>Pflege-Denkfabrik eine echte Antwort&nbsp;</strong></p>



<p>Pflege-Denkfabrik zu gründen. Offenbar werden die Einzelstimmen nicht gehört und die mächtigen Stimmen der Verbände oder auch Gewerkschaften sind zu sehr lobbyistenbeeinflusst und haben zu wenig die wirklichen Interessen der Pflegekräfte im Blick, als das sie auch in Zukunft als wirkliche „Vertreter“ der Pflege gelten könnten.</p>



<p>Wir haben als Gesellschaft ein gemeinsames Problem, welches Herr Roger Willemsen sehr präzise auf den Punkt gebracht hat:</p>



<p><strong><em>„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung.&nbsp; So gingen wir von uns selbst nicht gehalten.“</em></strong></p>



<p>Wir, die Pflegemenschen, wissen alles, wir wissen, was gebraucht wird, wir wissen, wie es besser gehen könnten, wir sind jedoch nicht in der Lage, uns eine Stimme zu geben. Das beste Beispiel ist das Versagen der Pflegekammern. Hier haben Lobbyisten der Verbände und Gewerkschaften massiv gegengearbeitet und die Politik hat die Rahmenbedingungen so schlecht gestaltet, dass die Kammern so wie von einigen Idealisten geplant nicht in Leben gerufen werden konnten. Sie mussten ein Stück weit scheitern. Immerhin kommen auf jeden Bundestagabgeordneten ca. 38 Lobbyisten (Quelle: Lobbyisten des Deutschen Bundestages).</p>



<p>Wie in meinem Blogbeitrag „PFLEGEPOLITIK AGENDA -JETZT-!“ vom 21.12.2021</p>



<p>hier geht´s zum Link:</p>



<figure class="wp-block-embed"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>beschrieben habe, bedarf es in der Pflege einiger Notmaßnahmen, die sofort umgesetzt werden müssen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Steuerrahmen für Pflegemenschen sinnhaft ändern (mehr netto für das Neue brutto)</li>



<li>Gehälter drastisch erhöhen: examinierte Pflegekräfte müssen stets mindestens 200€ mehr verdienen als der deutsche Gehaltsdurchschnitt!</li>



<li>Pflegeschlüssel/Punktwertsätze so anpassen, dass wir mindestens die Anzahl der Pflegemitarbeiter haben können, die auch in den Niederlanden,/Schweiz etc. zur Verfügung stehen (dabei ist es egal, ob diese da sind oder zurzeit fehlen, der Rahmen, die Möglichkeit (Refinanzierung) muss gegeben sein); Grundsatz: Pflege nach Zeit in der ambulanten Pflege ist dabei der richtige Ansatz! Dafür muss die Möglichkeit für. §36 SGB XI (Pflegesachleistungen) massiv erhöht werden.</li>



<li>Klare gesetzliche Vorgaben für Wochenarbeitszeiten in der direkten Pflege (32 h Woche wäre da eine Richtung) Grundsatz: Ziel 32 h in drei Stufen angehen:</li>



<li>Stufe 2024 auf 37,5 h; 2. Stufe ab 2027 auf 35 h und ab 2030 auf 32 h/Woche</li>
</ol>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://www.sanaventure.de/wp-content/uploads/2022/09/Bild_2022-09-10_180437667-300x167.png" alt="" class="wp-image-2347"/></figure>



<p>Diese Stundenreduzierung gelingt nur, wenn die anderen Reformansätze konsequent umgesetzt werden und die Möglichkeiten, diese zu unterlaufen, erschwert werden.</p>



<p>6. Verändern von Zeit- und Leiharbeit in fast allen Bereichen der Pflege sofort-. Hin zu festen Regeln für Zeit- und Leiharbeit in der Pflege. Je nachdem, wofür sich das Pflegeunternehmen entscheidet, Tarif- oder Durchschnittsentgelt darf die Zeit- oder Leiharbeitsfirma max. 15 % mehr abrechnen (10 % für die hochflexible Pflegekraft und 5 % für die entleihende Firma.). Damit haben wir gleichzeitig die Keimzelle für die Gründung von Springerpools in den Pflegeunternehmen. Springerpools werden dadurch kalkulierbar, realistisch und können auf dieser Basis zu einem Ansatz für eine Gesetzesreform werden.</p>



<p><strong><u>Ansatzidee Springerpool:</u></strong></p>



<p>10 % Mehrkosten für Springerpool sind realistisch. Davon übernimmt des Pflegeunternehmen 50 % und die Pflegekasse 50 %. Die Unternehmen bekommen dadurch den Anreiz, die Mehrkosten durch die Berücksichtigung der Positiveffekte, die sich durch die Darstellung der Opportunitätskosten sichtbar machen lassen, zu begründen und am Ende durch Einsparungen zu kompensieren.</p>



<p>Einspringen/Doppeldienste,/Teildienste und mehr als 5-7 Tage am Stück müssen überdacht werden! Grundsatz: Springerpoollösungen sind einen Gedanken wert.</p>



<p>7. Pflege sollte konsequent weiter akademisiert werden, damit die Verantwortlichkeiten im Rahmen der Delegation deutlich aufgewertet werden können, damit die europäische und weltweite Vergleichbarkeit sowie das Ansehen in unserer Gesellschaft weiter angepasst werden kann. Auch der niederschwellige Bachelor-Zugang für bereits examinierte Pflegefachkräfte ist zu überdenken und zu ermöglichen.</p>



<p>8. Entscheider in Gesellschaft und Politik die Pflege-Gesundheitspolitik machen, müssen sofort gegen Menschen ausgetauscht werden, die einen Gesundheits- oder pflegerischen Beruf haben, den sie auch mindestens 5 Jahre einschlägig ausgeführt haben (Pflegefachkraft, ärztlicher Dienst etc.).</p>



<p>Sie sehen, wir haben die Pflicht jetzt zu gestalten, zu bewegen und zu verändern!</p>



<p><strong>Was wir wollen…</strong></p>



<p>Wir wollen nicht jene sein, die zugesehen haben, wir Pflege und Gesundheit kaputtgemacht worden ist.</p>



<p>Wir wollen nicht jene sein, die zugesehen haben, wie Pflege am Menschen zerredet und nicht entschieden zugrunde geht.</p>



<p>Ich möchte nicht der sein, der Bestandteil des Versagens der Gesellschaft ist.</p>



<p>Wir von der Pflege-Denkfabrik wollen die sein, die alles versucht haben, die Pflegenden und die Pflegebedürftigen zu retten und zu schützen.</p>



<p>Ihr David Thiele</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1481</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
