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		<title>DIE KUNST DES NEIN-SAGENS</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2022 13:27:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Alltag wird immer stressiger.&nbsp;Die Aufgaben-Berge stapeln sich. Die Überstunden häufen sich.<br>Der eine Kollege braucht ihre Hilfe, der andere braucht einen Rat und die Nächste möchte sich auf&nbsp;ihre Kosten Urlaub nehmen. Zu allem sagen sie Ja. Und zu sich selbst Nein.<br>Folgen können Überforderung, lang anhaltender Stress und letztendlich Burn-out sein. Wie Sie sich&nbsp;denken können, ist das nicht nur ein Problem des Pflegemanagements, nein, auch jeder andere&nbsp;„Chef“ kann davon betroffen sein.</p>



<p><strong>Wir sagen nur zu uns selber nein!</strong></p>



<p>Doch warum ist man denn andauernd geneigt zu allem Ja zu sagen, auch wenn es einem selber&nbsp;schadet?<br>Der griechische Philosoph Aristoteles sagte einst: „Der ideale Mensch verspürt Freude, wenn er&nbsp;anderen einen Dienst erweisen kann“.<br>Doch wie Sie mit Sicherheit festgestellt haben, ist dieser erlernte Altruismus teilweise sehr&nbsp;schädigend.<br>Menschen, die besonders kooperativ, immer auf das Wohl anderer bedacht sind und dabei ihr&nbsp;eigenes vergessen werden auch als „People Pleaser“ bezeichnet. Nach dem Big-Five Modell der&nbsp;Persönlichkeit ist die Dimension der „Verträglichkeit“ bei jenen Menschen besonders ausgeprägt.<br>Die Personen wollen also nirgendwo anecken, negativ auffallen und gehen Konflikten aus dem Weg.<br>Das Bedenkliche an der Eigenschaft ist, dass die Personen die eigenen Gefühle und Bedürfnisse&nbsp;vernachlässigen.</p>



<p><strong>Tipp:</strong><br><strong>Denken Sie einmal als Chef daran, welche Wirkung die meist übertriebene Arbeitswut auf Ihre&nbsp;</strong><strong>Mitarbeiter und Chef-Kollegen hat. Sie werden emotional unter Druck gesetzt. Nicht der nicht Nein&nbsp;</strong><strong>sagen kann ist cool, sondern der selektiv auch einmal Nein sagen kann!</strong></p>



<p><strong>Gefährliche Freude am Helfen</strong></p>



<p>Der Begriff „Helper’s High“ beschreibt die Freude, die man beim Helfen empfindet. In jenen&nbsp;Momenten werden im Körper Endorphine ausgeschüttet, die den Effekt einer Belohnung auslösen.<br>Dies kann langfristig zu größerer Erfüllung führen, jedoch wenn man sich selbst übernimmt,&nbsp;hingegen unglücklich machen und zu einem Burn-out. Die große Leere entsteht.<br>Die negativste und stärkste Ausprägung kann das sogenannte „Helfersyndrom“ sein. Der Begriff&nbsp;wurde von dem Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer geprägt, der die Betroffenen als „hilflose&nbsp;Helfer“ beschreibt.</p>



<p><strong>Pflegekraft als Opferlamm</strong></p>



<p>Die Personen opfern sich selbst auf, um zu helfen, teilweise ohne zu<br>hinterfragen, ob ihre Hilfe überhaupt von Nöten ist.<br>Die gute Seite der Pandemie auch die Corona-Pandemie hatte auf diese Thematik Auswirkungen. Viele „People Peaser“ hatten&nbsp;die Möglichkeit, sich mehr Zeit für sich zu nehmen und nicht immer für andere einzuspringen, ohne<br>dabei einen Konflikt auszulösen. Dazu sagte die Berliner Psychologin und Psychotherapeutin Miriam&nbsp;Junge: „ Viele meiner Klientinnen und Klienten haben erst im Lockdown realisiert, dass sie ein&nbsp;ausgeprägtes Bedürfnis haben, es anderen recht zu machen.“ Somit führte die Zeit bei vielen zu&nbsp;einem Umdenken und einer Veränderung des Lebensstils. Ja, schlimme Zeiten holen meist das aller&nbsp;Beste, aber auch das aller schlechteste aus den Menschen heraus. Jeder von Ihnen hat dazu mit&nbsp;Sicherheit ein paar Beispiele. Nicht wahr?!</p>



<p><strong>Abgrenzung ist positiv</strong></p>



<p>Der bekannte Coach und Leiter der Karriereberater Akademie, Martin Wehrle beschäftigt sich mit&nbsp;dem Thema des gesunden Abgrenzens. Er empfiehlt, nicht nur zu anderen nett zu sein, sondern auch&nbsp;sich selber Gefallen zu tun. Zudem sagt er aus, dass wer sich selbst nicht ernst nehme, könne auch<br>nicht von anderen ernst genommen werden. Das bedeutet, man sollte sich selbst so behandeln, wie&nbsp;man auch von anderen behandelt werden möchte. Der Schlüssel dazu sei Selbstrespekt. Auch hebt er&nbsp;hervor, dass es nicht nur reiche, die eigenen Grenzen für sich abgesteckt zu haben, sondern diese<br>müssen die anderen auch sehen können, wenn man möchte, dass jene eingehalten werden.<br>Doch wie können Sie beginnen Nein zu sagen?<br>Im Folgenden stellen wir ein paar Inspirationen als Veränderungen vor:<br>Werden Sie sich bewusst, weshalb Sie immer das Bedürfnis verspüren, „Ja“ zu sagen. Haben&nbsp;Sie Angst vor Konflikten? Haben Sie Angst, nicht mehr genug geschätzt zu werden?<br>Schreiben Sie sich selbst Ihre alten Glaubenssätze auf, die Sie daran hindern, mal „Nein“ zu&nbsp;sagen.</p>



<p>Stellen Sie sich eine für Sie typische Situation vor, in der Sie immer „Ja“ sagen würde. Was&nbsp;würde passieren und verändert werden, wenn Sie aus Eigenwohl „Nein“ sagen würden? Wie&nbsp;stufen Sie die Konsequenzen für sich ein? Wie würden Sie sich danach fühlen?</p>



<p>Wandeln Sie die alten Glaubenssätze in Neue um, die bspw. Besagen: Es ist in Ordnung,&nbsp;wenn ich etwas nicht möchte.</p>



<p>Hinterfragen Sie, welche Unterstützung, die Sie geben Ihnen schadet und welche Sie selbst&nbsp;ausmachen. Streichen Sie danach die Unterstützungen aus ihrem Leben, die Ihnen schaden.</p>



<p>Planen Sie Ihre Woche so, dass Sie sich nicht überfordert fühlen. Zum Beispiel: Ich arbeite&nbsp;täglich nur bis 17 Uhr.</p>



<p>Hilfsbereitschaft ist eine wunderbare Tugend, die wertgeschätzt werden sollte. Doch sollte man auch&nbsp;sich selbst gegenüber hilfsbereit und wertschätzend sein, denn wenn die eigene Batterie leer ist,&nbsp;können wir auch keinen anderen weiterhelfen.</p>



<p><strong>Fazit:</strong><br>Aufopferung, Hilfsbereitschaft und Selbstaufgaben können unter bestimmten Umständen schnell für&nbsp;Sie und Ihr Umfeld toxisch werden. Die Schwelle zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern, ist die&nbsp;Aufgabe eines jeden Menschen. An dieser Stelle möchte ich den Bogen zu meinem Blogbeitrag „Ihr<br>Möglichmacher seit der Grund“ spannen. Genau diese hier beschriebenen Einstellungen machen&nbsp;auch diese Arbeits- und Verhaltensmuster erst möglich. Die Konsequenzen sind dann das Ewige&nbsp;möglich machen von unmöglichen Arbeitsbedingung und die sich nicht oder nur langsam&nbsp;einstellenden Motivation etwas zu verändern. Lesen sie bitte diesen Blogbeitrag im Kontext de&nbsp;beiden hier aufgeführten Blogbeitrage, dann wird Ihnen das eine oder andere deutlicher und Sie&nbsp;können für sich Handlungsmuster erkennen und anpassen!</p>



<p>Viel Erfolg!</p>



<p>Ihr David Thiele</p>
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